Feuerwehr Weidling Schriftzug

Das Einsatzgebiet

Direkt an der Grenze zu Wien, eingebettet in zwei Wienerwald-Täler, liegt der Ort Weidling. Weidling ist eine Katastralgemeinde von Klosterneuburg/Bezirk Wien-Umgebung/NÖ mit rund 4000 Einwohnern. In der Ortschaft sind keine Industriebetriebe oder großen Gewerbebetriebe angesiedelt. Das Einsatzgebiet der FF Weidling erstreckt sich über rund 15 km2 . Hier befinden sich hauptsächlich Wohnsiedlungen sowie einige Landwirte und kleine Handwerksbetriebe – und natürlich jede Menge Wienerwald. Die Einsatzstatistik der FF Weidling ist dementsprechend abwechslungsreich. Jedes Jahr gibt es Wohnungs- und Wiesen-Brände verschiedener Größenordnung, dazu kommen technische Hilfeleistungen jeder Art: PKW-Bergungen, Sturmschäden und auch die berühmte Katze musste man schon vom Baum holen. Insgesamt 70 bis 90 Mal rücken die Weidlinger Feuerwehrmitglieder jährlich aus. Besonderes Augenmerk legt man auf die Betreuung eines im Ort angesiedelten Altersheimes der Caritas. Immer wieder werden hier Begehungen und Übungen abgehalten. Die Wasserversorgung ist im Ort durch ein Hydrantennetz gesichert, zusätzlich gibt es zwei Bäche. Bei Wald- und Wiesenbränden kann mit dem Schlauchanhänger (1 km gekuppelte B-Schläuche) in kürzester Zeit eine Zubringleitung von bis zu einem Kilometer Länge gelegt werden. Die zwei durch den Ort fließenden Bäche Weidlingbach und Rotgrabenbach sorgen aber nicht nur für Löschwasser: Starke, punktuelle Regenfälle verursachen hier immer wieder Hochwasser – überflutete Keller und Verklausungen sind die Folge. Autobahnen oder Schnellstraßen müssen die Weidlinger Kameraden nicht betreuen, wohl aber eine kurvenreiche Straßenverbindung nach Wien. Aufgrund der exponierten Lage im Wald kommt es hier immer wieder zu Unfällen – durch das in den letzten Jahren gesteigerte Verkehrsaufkommen leider auch zunehmend mit verletzten oder eingeklemmten Personen.

Großstadtnähe

Die Nähe zur Großstadt Wien macht Weidling zu einem beliebten Zweitwohnsitzort. Die örtliche Struktur hat sich in den letzten Jahrzehnten dementsprechend verändert, mehr Baugrund wurde erschlossen, zahlreiche Einfamilienhäuser sind gebaut worden. Mit dem starken Zuzug von Großstädtern hat sich aber auch der Dorfcharakter und damit das Verständnis für die Freiwillige Feuerwehr verändert. Viele verbringt hier nur ihre Freizeit und schotten sich dabei ab. Feuerwehr und Rettungswesen werden als selbstverständlich und von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt angesehen.